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D E S T R O Y M o d e r n A r t Maurice Doherty Vernissage: Freitag, 12. Juni, 19 Uhr 13. Juni – 26. Juli 2009 Do, Fr, Sa, 15-19 Uhr Schalter freut sich, D E S T R O Y M o d e r n A r t anzukündigen – eine Ausstellung des in Glasgow und Berlin lebenden Künstlers Maurice Doherty. In seiner Ausstellung im Schalter wendet Doherty eine Reihe von Techniken an – linsenbasierte, skulpturale und zweidimensionale – um Dringlichkeit in den etablierten Methoden und Konventionen der Kunst des 20. Jahrhunderts zu entdecken. Indem er wegweisende Werke als zur Verfügung stehendes Vokabular behandelt, welches fragmentiert, veruntreut, zerstört, gestohlen oder anderweitig überschritten werden kann, bringt Doherty einen konzeptionellen Ansatz – zum Beispiel durch die Anwendung von Piet Mondrians Neoplastizismus in den Straßen von Belfast oder den Diebstahl von Fetischfotos aus dem Internet –, der auf das Wechselspiel von Konflikten wie Moral und Kultur oder Schönheit und Banalität wirkt. Das Thema Zerstörung ist häufig Inhalt von Dohertys Arbeit. Nachdem er 2003 mit dem New Work Scotland Award in Edinburgh ausgezeichnet wurde, zeigte Dohertys Ausstellung ‘Mass Destruction’ (Massenvernichtung) in der Collective Gallery einen Gaskocher, einen Kanister und eine brennende Kerze. Die Installation gab Besuchern die Möglichkeit, das Gas anzudrehen und die Galerie auszulöschen. In seiner neueren Arbeit ‘Searching for My Soul’ (Auf der Suche nach meiner Seele), dokumentiert Doherty Zerstörung und Regeneration seiner Körperzellen über einen Zeitraum von 16 Jahren – nach denen er physisch aus neuem Material besteht. Doherty, der 1972 in Irland geboren wurde, studierte bis 1997 an der University of Ulster in Belfast und erhielt 2001 seinen Master in Fine Art an der Glasgow School of Art. Einzelausstellungen wurden gezeigt in der Futures Gallery im Glasgow Science Centre, als Teil des Glasgow International Festival of Contemporary Art (2008) bei Catalyst Arts in Belfast (2006), The Floating Series in Berlin (2006) und Tramway, Glasgow (2006). Jüngste Gruppenausstellungen beinhalten ‘Last Chance Salon’ im Glasgow Project Room (2009), 'Wanted Duchamps' bei D’Ailleurs-Volapük/Ici&Là, Berlin (2008) und 'Ghost Riders' im Kunsthaus Erfurt (2008). Der 2006 gegründete Projektraum Schalter ist eine nicht kommerzielle Plattform, auf der aktiv über Kunst, Ausstellungen, deren Entstehung und Kontext nachgedacht wird. Der Projektraum wurde in dem Glauben gegründet, dass Ausstellungen selbst als eigene Kunstform existieren und funktionieren. Dabei hinterfragt Schalter die traditionellen Kategorien von Künstler und Kurator, Ausstellung und für sich allein stehender Kunst sowie das Verständnis von Kontext, Bedeutung und Autor. |
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