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Fifty-Two and a Half Degrees Jason Mortara Vernissage: Freitag, 8. Januar, 19 Uhr 9. Januar – 20. Februar 2010 Do, Fr, Sa, 15-19 Uhr Schalter ist erfreut, Fifty-Two and a Half Degrees anzukündigen, eine Ausstellung des in Boston lebenden Künstlers Jason Mortara. Die Ausstellung besteht aus zwei Komponenten: einer Serie großformatiger Fotografien mit dem Titel "The Building of 'Big No. 4'", und dem Video "Dream House (Burn)", das für die Dauer der Ausstellung abends auf das Fenster der Galerie projiziert wird. Der Ausstellungstitel Fifty-Two and a Half Degrees führt den Betrachter an eine Art Doppelspiel oder Pluralismus heran, die häufig im Vordergrund von Mortaras Arbeiten steht. In diesem Fall bleibt offen, auf welche Art von "Degree" (Grad) sich der Titel bezieht: Ist es die Kühle von 52,5 Grad Fahrenheit (11,4 Grad Celsius) im Raum, in dem 'Big No. 4' gebaut wurde; die Wärme von 52,5 Grad Celsius in der Nähe eines in Flammen stehenden Hauses – oder bezieht sich die Angabe auf einen Breitengrad und den Standort der Galerie? Ein ähnliches Spiel mit Bezug und Bedeutung findet in Mortaras Fotoserie "The Building of 'Big No. 4'" statt. Die Bilder dokumentieren zwei parallele Zeitabläufe: Die Konstruktion einer großformatigen Skulptur der Zahl 4 bei Nacht und den Ausbau eines Innenraums durch Arbeiter am Tage. Die Skulptur ensteht aus dem gleichen Material – Holz und Gipskarton – aus dem die Arbeiter den Raum bauen, berührt damit Konzepte von Arbeit, Sinn und Assoziation und hinterfragt das Verlangen, in einer Zahl Bedeutung zu finden – oder eben nicht. "Dream House (Burn)" entstammt einer anderen sporadischen Serie, die Mortara 2003 unter dem Titel "The Dream House Variations" begann. Das Video, das abends auf das Galeriefenster projiziert wird, zeigt ein kleines Haus, das langsam in Flammen aufgeht. Die Dimension des Hauses entspricht der Größe des Künstlers mit ausgestreckten Armen und Beinen, seine Form leitet sich ab aus der typischen Hausdarstellung eines Kindes – ein Viereck mit einem Dreieck als Dach, manchmal verziert mit einem Fenster oder einer Tür. Als Bild ist das Haus paradoxerweise ein für jedes Individuum intimer Ort persönlicher Bedeutung und gleichzeitig universell und leer in seiner urbildlichen Darstellung. Jason Mortaras Installationen, Videos, Live Art, Skulpturen, Zeichnungen, Malereien, Fotografien und Proposals wurden unter anderem gezeigt in: Mission 17 Gallery, Southern Exposure, The Oakland Art Gallery und Sarah Lawrence College. Mortara erhielt 2004 seinen MFA in „New Genres? vom San Francisco Art Institute. 2006 besuchte er die Skowhegan School of Painting & Sculpture, erhielt 2007 ein MacDowell Colony Fellowship und absolvierte das Atlantac Center for the Arts Residency in Florida mit Paul Pfeiffer. Mehr zu seinen Arbeiten: www.jasonmortara.com. Der 2006 gegründete Projektraum Schalter ist eine nicht kommerzielle Plattform, auf der aktiv über Kunst, Ausstellungen, deren Entstehung und Kontext nachgedacht wird. Der Projektraum wurde in dem Glauben gegründet, dass Ausstellungen selbst als eigene Kunstform existieren und funktionieren. Dabei hinterfragt Schalter die traditionellen Kategorien von Künstler und Kurator, Ausstellung und für sich allein stehender Kunst sowie das Verständnis von Kontext, Bedeutung und Autor. |
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