![]() |
|||||||||||||||
| Ausstellungen | Veranstaltungen & Programm | English for Artists | Schalter | Presse | Kontakt | ||||||||||
|
Bidens hyperborea Melanie Kress Vernissage: Freitag, 1. Aug, 2008, 19 Uhr 2. Aug - 5. Sep, 2008 Do, Fr, Sa, 15-19 Uhr Schalter freut sich, seine nächste Ausstellung anzukündigen: "Bidens hyperborea" präsentiert eine Installation der New Yorker Künstlerin Melanie Kress, deren Arbeit erstmals in Berlin gezeigt wird. Als abschließenden Höhepunkt ihres Sommerpraktikums im Schalter holt Kress eine Bidens hyperborea in die Galerie – eine Pflanzenart, die in den gesamten USA sowie in Deutschland und Europa zu finden ist. Der aus der Gänseblümchenfamilie stammende Zweizahn wird aufgrund seiner flachen und oft lästigen Samen, die an Kleidern, Fell oder Federn kleben bleiben, im englischen auch "beggar-tick" (Bettlerzecke) genannt. Die Blüten der zum Unkraut zählenden Pflanze blühen im Spätsommer und Frühherbst und werfen anschließend ihre Samen ab. Zwei der fünf in Deutschland zu findenden Arten sind durch diese reisenden Samen ins Land gekommen. Sie wachsen oft an Bahngleisen, Straßen und am Rande weiter, sonniger Felder. Durch die scheinbar einfache und unschuldige Geste des Platzierens einer Pflanze betrachtet "Bidens hyperborea" die Position von Kunst und Künstler als Insider und Outsider gleichermaßen. Ist die Präsentation bestenfalls eine Blüte, die bald verwelkt, oder ist da etwas, das wir mit uns nehmen? Wer bettelt wen an? In einer expotentiell globalisierten Welt und Kunstszene – wie beeinflusst das, was wir möglicherweise unbewusst importieren, das was wir sehen und verstehen? Und hat die Einführung von etwas Fremdartigem potentiell negative Auswirkungen auf die heimische Umgebung? Melanie Kress ist eine amerikanische Künstlerin und studiert im Moment Kunst und Linguistik an der Columbia University in New York. Neben ihrem Studium organisiert und kuratiert sie regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen, die junge Künstler aus dem Nordwesten der USA mit etablierten kulturellen Institutionen zusammenbringt. In diesem Sommer absolvierte Kress ein Praktikum im Schalter, während sie ihr Deutsch-Studium an der Humboldt-Universität fortführte. Der 2006 gegründete Projektraum Schalter ist eine nicht kommerzielle Plattform, auf der aktiv über Kunst, Ausstellungen, deren Entstehung und Kontext nachgedacht wird. Der Projektraum wurde in dem Glauben gegründet, dass Ausstellungen selbst als eigene Kunstform existieren und funktionieren. Dabei hinterfragt Schalter die traditionellen Kategorien von Künstler und Kurator, Ausstellung und für sich allein stehender Kunst sowie das Verständnis von Kontext, Bedeutung und Autor. |
||||||||||||||