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Classic Rock Anthony Schrag Vernissage: Freitag, 12. September, 2008 19 Uhr 13. September - 11. Oktober 2008 Do, Fr, Sa, 15-19 Uhr Schalter freut sich, Classic Rock anzukündigen. Die Ausstellung präsentiert eine Installation des britischen Künstlers Anthony Schrag sowie eine Auswahl an Videoarbeiten, die Schrags Performances und Interventionen der vergangenen Jahre dokumentieren. Dies ist Schrags erste Einzelausstellung in Berlin. Noch vor Betreten des Ausstellungsraums konfrontiert Classic Rock Besucher mit einem Trampolin im Türrahmen, welches den Zugang behindert. Im Raum angekommen, entdecken Besucher über der Tür ein mit Bier bestücktes Regalbrett, das zur Selbstbedienung einlädt. Das Gedränge während der Vernissage im Sinn, richtet die Installation Aufmerksamkeit auf den Körper und die Codes, die unser Sozialverhalten regeln – und regt dazu an, die Grenzen zwischen Großzügigkeit und Grausamkeit bzw. Zynismus zu betrachten. Schrags Arbeit dreht sich häufig um das, was er 'the body intelligent' nennt – die eigenen, selbsterfahrenen Konditionen, die phänomenologisch, d. h. physisch, statt durch Verstand oder Ausbildung hinsichtlich Kunst und Kontext, d. h. intellektuell, verstanden werden. So sehen wir Schrag in seinen Videos klettern, fallen und das Kreuz des Optimismus buchstäblich in der Öffentlichkeit tragen. Umgekehrt werden in seinen Museums- und Galerieinterventionen die Zuschauer zum Gegenstand von Witz und Streich, die die Grenzen der geschätzten Ernsthaftigkeit von Kunst austesten. Anthony Schrag wurde in Zimbabwe geboren und wuchs im nahen Osten, in Großbritannien und Kanada auf. Seine Ausstellungen und Performances wurden in ganz Europa, sowie darüber hinaus in Vancouver, New York, Mexico City, Peking und Island gezeigt. Kürzlich brachte Schrag ein Buch über Live Art heraus, das vom Scottish Arts Council (Tramway Gallery) unterstützt wurde und im Juni 2008 erschien. Schrag lebt und arbeitet momentan in Glasgow, Schottland. Der 2006 gegründete Projektraum Schalter ist eine nicht kommerzielle Plattform, auf der aktiv über Kunst, Ausstellungen, deren Entstehung und Kontext nachgedacht wird. Der Projektraum wurde in dem Glauben gegründet, dass Ausstellungen selbst als eigene Kunstform existieren und funktionieren. Dabei hinterfragt Schalter die traditionellen Kategorien von Künstler und Kurator, Ausstellung und für sich allein stehender Kunst sowie das Verständnis von Kontext, Bedeutung und Autor. |
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