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She Was Here
Leonie Weber

Vernissage: Samstag, 29. November, 2008, 19 Uhr
4. Dezember - 3. Januar, 2009
Do, Fr, Sa, 15-19 Uhr



Schalter freut sich, She Was Here anzukŸndigen. Die Ausstellung zeigt Videoarbeiten, Fotografie sowie eine skulpturale Arbeit der in Karlsruhe lebenden KŸnstlerin Leonie Weber und ist deren erste Einzelausstellung in Berlin.

Leonie Webers Arbeiten widmen sich banalen Situationen und beleuchten die komplexen ZusammenhŠnge hinter dem "Normalen". Ihre Videos zeigen EinflŸsse von Stolz, Scham und Peinlichkeit auf zwischenmenschliche Kommunikation und deuten auf Konventionen und Erwartungen hin, die diese GefŸhle auslšsen. Ihre Modelle und Installationen untersuchen private und šffentliche Umgebungen, in denen sich menschliches Leben abspielt, und reprŠsentieren Aspekte alltŠglichen Lebens ohne das Bestreben, die RealitŠt zu kopieren.

She Was Here basiert auf einer Reihe von Arbeiten, denen Weber wŠhrend der vergangenen Jahre im Traum begegnet ist. Ironischerweise war keine der ertrŠumten Arbeiten von Weber selbst, vielmehr stammten sie von anderen KŸnstlern, Freunden oder SchŸlern. Die Kleinskulptur Rockport beispielsweise erschien Weber im Traum zunŠchst als Ergebnis der Projektarbeit einer 18-jŠhrigen SchŸlerin, die sich mit einem Gegenstand aus ihrer Umgebung beschŠftigen sollte. In einem anderen in der Ausstellung realisierten Kunsttraum manipuliert eine unbekannte KŸnstlerin Webers Arbeit im Sinne eines "Verbesserungsvorschlags".

Aus solchem, anderen KŸnstlern zugeschriebenen, Material entwickelte Weber eine Serie, die dennoch deutlich ihre Handschrift trŠgt: Die gezeigten Situationen sind mit Erwartungen aufgeladen und die Arbeiten selbst erscheinen in einem Zusammenhang widersprŸchlicher GefŸhle wie Bewunderung und Neid gegenŸber den Errungenschaften und FŠhigkeiten Anderer.

Leonie Weber hat in Weimar und Chicago studiert und lebt und arbeitet in Karlsruhe. Ihre Arbeiten wurden deutschlandweit sowie in den USA gezeigt. 2008 erhielt sie das jŠhrliche Stipendium der Kunststiftung Baden-WŸrttemberg.

Der 2006 gegrŸndete Projektraum Schalter ist eine nicht kommerzielle Plattform, auf der aktiv Ÿber Kunst, Ausstellungen, deren Entstehung und Kontext nachgedacht wird. Der Projektraum wurde in dem Glauben gegrŸndet, dass Ausstellungen selbst als eigene Kunstform existieren und funktionieren. Dabei hinterfragt Schalter die traditionellen Kategorien von KŸnstler und Kurator, Ausstellung und fŸr sich allein stehender Kunst sowie das VerstŠndnis von Kontext, Bedeutung und Autor.