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Joy Beecroft Vernissage: Freitag, 23. Januar, 19 Uhr 24. Januar – 28. Februar 2009 Do, Fr, Sa, 15-19 Uhr Schalter freut sich, eine Ausstellung von Joy Beecroft anzukündigen. Die Ausstellung präsentiert eine Serie neuer Bilder der in Berlin lebenden britischen Malerin Joy Beecroft, welche für die Ausstellung im Schalter fertig gestellt wurde. Dies ist Joy Beecrofts erste Einzelausstellung in Berlin. Beecrofts neueste Bilderserie entstand aus der Ablehnung all dessen, was sie als den korrekten Weg, ein Bild zu kreieren, gelernt und akzeptiert hatte. In ihren eigenen Worten: “Ich musste einen Weg finden, etwas zu schaffen anstatt ein Abbild von etwas zu erzeugen.” Oft von einem simplen Ansatzpunkt wie einem in der U-Bahn bemerkten Stiefel oder einer Hand ausgehend, kann ihr Objekt als Quelle für eine Reihe verschiedener Funktionen und Fehltritte verstanden werden – auf dem Weg zu einem Höhepunkt, an dem es schließlich ein Wesen offenbart. Malen wird zu einem Prozess des Fehlstartens und Gewinnens von der Verliererseite. Im Zentrum ihrer Ausstellung im Schalter stehen Bilder, die aus der Form von Blättern der Blackjack-Eiche hervorgehen. Die Ausgangsgrafik entstammt einer Enzyklopädie über Natur und Wildtiere in Nordamerika. Beecrofts Bilder entblößen im Licht Misserfolge und Verwirrungen. Sie sind berührte und berührbare Improvisationen, konstruiert aus einer Reihe von Ausrutschern und Fehlern. Geformte Ölklumpen treten hervor und verschwinden gleichzeitig im Gesso-Hintergrund, wo sie, das Konzept von Lösung und Unmittelbarkeit anfechtend, den Wunsch nach Belohnung in Frage stellen. Joy Beecroft kommt aus Yorkshire in England. Sie zog 2004 nach Berlin, nachdem Sie ihren Bachelor of Arts and der Glasgow School of Art in Glasgow, Schottland. Ihre Arbeiten wurden bisher in Großbritannien und Deutschland gezeigt. Der 2006 gegründete Projektraum Schalter ist eine nicht kommerzielle Plattform, auf der aktiv über Kunst, Ausstellungen, deren Entstehung und Kontext nachgedacht wird. Der Projektraum wurde in dem Glauben gegründet, dass Ausstellungen selbst als eigene Kunstform existieren und funktionieren. Dabei hinterfragt Schalter die traditionellen Kategorien von Künstler und Kurator, Ausstellung und für sich allein stehender Kunst sowie das Verständnis von Kontext, Bedeutung und Autor. |
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