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Wald
Christopher Rose

Vernissage: Freitag, 27. Februar, 19 Uhr
28. Februar – 11. April 2009
Do, Fr, Sa, 15-19 Uhr



Schalter freut sich, die Ausstellung Wald des New Yorker Künstlers Christopher Rose anzukündigen. Hierfür wurde Rose eingeladen, ein großformatiges Wandbild direkt auf die Wand des Projektraums zu malen. Schalter zeigt bereits zum zweiten Mal Arbeiten von Rose, wobei dies seine erste Einzelausstellung in Berlin ist.

Wald führt die in Roses Bilderserie „American Landscapes“ begonnenen Erkundungen fort: Auf Basis gefundener oder in den Massenmedien entdeckter Fotos von Highways, Verkehrsinfarkten, Unfällen und Menschenmengen einerseits sowie dichten, alten Wäldern in Nordamerika andererseits, illustriert und kontrastiert Rose die Doppelbedeutung des „Wilden“. Der Betrachter wird eingeladen, moderne Urbanisierung und die mythische Verlockung der unberührten Natur ins Gleichgewicht zu bringen. Während Roses Arbeiten bislang auf Leinwand oder Papier präsentiert wurden, malt er nun direkt auf der Wand und bläst die Undurchdringlichkeit seiner Arbeit auf Lebensgröße auf.

Roses Arbeit fokussiert auf den Moment, in dem natürliche oder künstliche Systeme zusammenbrechen, außer Kontrolle geraten oder anderweitig widersinnig erscheinen. Häufige Motive sind Tumulte oder Menschengedränge, die Rose wie folgt kommentiert: “Die dargestellten Formen bewegen sich auf dem dünnen Grat zwischen der mathematischen Vernunft des Systems und dem irrational-intuitiven Wesen handgezeichneter Linien“. Wald hinterfragt unsere Fähigkeit, Form und Inhalt zu kategorisieren und wirft einen argwöhnischen Blick auf das Paradox der „Manifest Destiny“ (offenkundige Bestimmung) der USA.

Christopher Rose lebt und arbeitet in Brooklyn, New York. Seine Arbeiten wurden in den USA sowie in Europa gezeigt. Neben anderen Auszeichnungen wurde Rose für die 2007/08 PS122 Gallery Ausstellungsreihe in New York ausgewählt. Rose erhielt seinen MFA von der School of the Art Institute in Chicago.

Der 2006 gegründete Projektraum Schalter ist eine nicht kommerzielle Plattform, auf der aktiv über Kunst, Ausstellungen, deren Entstehung und Kontext nachgedacht wird. Der Projektraum wurde in dem Glauben gegründet, dass Ausstellungen selbst als eigene Kunstform existieren und funktionieren. Dabei hinterfragt Schalter die traditionellen Kategorien von Künstler und Kurator, Ausstellung und für sich allein stehender Kunst sowie das Verständnis von Kontext, Bedeutung und Autor.