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Helen and Bright Judith Karcheter | Bignia Wehrli Vernissage: Freitag, 13. November, 19 Uhr 14. November – 19. Dezember 2009 Do, Fr, Sa, 15-19 Uhr Schalter freut sich, Helen and Bright anzukündigen – eine Ausstellung der in Berlin lebenden Künstlerinnen Judith Karcheter und Bignia Wehrli. Helen and Bright präsentiert eine Installation von Judith Karcheter sowie ein Objekt und eine Wandschrift von Bignia Wehrli. Am Donnerstag, den 10. Dezember, gibt es um 20 Uhr eine Performance beider Künstlerinnen. Hinter dem Titel Helen and Bright verbirgt sich eine teils an Wahrheiten angelehnte, teils weitergesponnene, fiktive Erzählung, die sich um die Jahrhundertwende in England ereignete – die Geschichte der jungen Dompteuse Helen und ihres Lieblingstigers Bright. Judith Karcheters Installation zeigt Requisiten, die installativ den Austtellungsraum bespielen und der Geschichte den Raum geben, sich in ihr zu bewegen. Fotos und Collagen vervollständigen das Bild, ein balladenartiger Liedtext dient als Verknüpfung der assoziativen Vorstellungsfragmente. Die Arbeiten sind gezeichnet von einer schwer zu fassenden Unterscheidung zwischen Kunstobjekt und Theaterrequisite. Karcheters Arbeiten wurden in diversen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland und Europa gezeigt. Sie hat in Glasgow und Paris studiert und erhielt ihren Master an der Universität der Künste in Berlin. Die Schweizer Künstlerin Bignia Wehrli zeigt im Schalter eine Wandschrift und ein Objekt. Die Arbeit basiert auf zwei verschiedenen Transformationen der Entfernung zwischen Wehrlis aktueller Wohnung in der Stettiner Straße und ihrer vorherigen Wohnung, ebenfalls in Berlin-Wedding. Die verschiedenen Wege zwischen den Orten werden in eine Schrift übersetzt, die Länge der Strecke zu einem Objekt gestrickt. Wehrlis Routen formen einen Text, der erklärend und unlesbar zugleich ist und das Unsichtbare in eine fremde Schrift überträgt. Bignia Wehrli erhielt ihren MFA an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden und wurde 2005 mit einem DAAD Stipendium für China ausgezeichnet, wo sie insgesamt drei Jahre lebte. Die Arbeiten von Karcheter und Wehrli sind verbunden von Aufmerksamkeit und Interesse gegenüber dem Imaginären. Beide Künstlerinnen verwenden erdachte Geschichten und improvisierte Reflexionen zu Ereignissen oder möglichen Abläufen als Katalysator, um die Arbeit in Bewegung zu setzen. Ihre Arbeit richtet Aufmerksamkeit auf Neugier und beleuchtet Abwesenheit als produktiven Raum, der in verschiedene Richtungen erforscht und transformiert werden kann. Karcheter und Wehrli lernten sich 2004 in Paris kennen, es ist das erste Mal, dass Ihre Arbeiten gemeinsam gezeigt werden. Der 2006 gegründete Projektraum Schalter ist eine nicht kommerzielle Plattform, auf der aktiv über Kunst, Ausstellungen, deren Entstehung und Kontext nachgedacht wird. Der Projektraum wurde in dem Glauben gegründet, dass Ausstellungen selbst als eigene Kunstform existieren und funktionieren. Dabei hinterfragt Schalter die traditionellen Kategorien von Künstler und Kurator, Ausstellung und für sich allein stehender Kunst sowie das Verständnis von Kontext, Bedeutung und Autor. |
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