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Mark Prince
Vernissage: 19. Oktober, 18 Uhr
20. Oktober - 24. November 2007
Do, Fr, Sa 15-19 Uhr



Schalter ist erfreut, seine erste Solo-Ausstellung anzukündigen. Sie präsentiert eine Serie großformatiger "Word Paintings" vom in Berlin lebenden englischen Künstler Mark Prince, die als Projekt für Schalter zusammengestellt wurden.

In dieser neuen Serie führt Prince seine langjährige Erforschung von Ort, Erinnerung, Abstraktion und Sprache weiter fort. Während seine früheren Wortarbeiten mit Hilfe von Schablonen und fertigen Schriften entstanden, hat der Künstler sich nun entschieden, die Arbeit aus der Handschrift heraus zu entwickeln. Dies verlangsamt den Prozess des Malens und seziert den Akt des handschriftlichen Schreibens, wobei es Ausrutscher und Unsauberkeiten zu einem integralen Bestandteil der Arbeit macht.

Princes Arbeit spielt dabei mit einer obskuren Erzählform: Mit den Namen verschiedener Orte ausgestattet, werden wir eingeladen, den Prozess des Schreibens selbst als einen Beleg für Zeit und Geschehen zu erfassen. Und während die Worte in den Bildern als eine Abfolge von Stationen einer Reise verstanden werden können oder als ein roter Faden, der verschiedene Orte verbindet – unsere Versuche, als Betrachter das Konkrete hinter der Arbeit auszumachen, werden immer wieder vereitelt.

Ein gewisses Anklingen von Modernismus ist ebenfalls in den Bildern zu erkennen: Während die Handschrift Vielen als ultimative Form von Signatur und individueller Geste erscheinen mag, ist das Schreiben hier einstudiert, geübt und kühl ästhetisiert. Die Bilder sind präzise ausgearbeitet und wir spüren, dass die Rolle des Künstlers bei dieser Arbeit nicht auf dem Spiel steht. Dabei wird Sprache, ein einfach zugängliches und direktes Medium, undurchsichtig und irreführend. Wir bleiben zurück mit der Arbeit, die uns irgendwohin führen kann – oder auch nicht.

Mark Prince kommt ursprünglich aus Manchester in England und lebt seit 1999 in Berlin. Seine Arbeiten wurden europaweit in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Zusätzlich zu seiner künstlerischen Arbeit schreibt Prince für die Zeitschriften Art Forum und Frieze, und ist regelmäßiger Feature Autor des englischen Kunstmagazins Art Monthly. In Berlin wird Mark Prince von der Galerie Crone repräsentiert.